Monitored Natural Attenuation (MNA)

Was ist Monitored Natural Attenuation (MNA) ?

In den letzten Jahren ist im Kontext mit dem Begriff „natural attenuation“ das Interesse am Verstehen der Stoffausbreitung und Stoffveränderung in Grundwasserleitern gestiegen. Erste Artikel zu den Begriffen „natural attenuation“ bzw. „intrinsic bioremediation“ wurden Anfang der 90er Jahre in den USA publiziert. Gemäß EPA (US Environmental Protection Agency) wird „monitored natural attenuation“ (MNA) heute wie folgt beschrieben (OSWER Directive Initiation Request, directive Number 9200, 21. April 1999):

„The natural attenuation processes include a variety of physical, chemical, or biological processes that, under favourable conditions, act without human intervention to reduce the mass, toxicity, mobility, volume, or concentration of contaminants in soil or groundwater“.

In der BRD gibt es derzeit noch keine allgemein gültige Definition zu MNA. Beispielsweise ist nicht eindeutig geregelt, ob für die Anwendung von MNA eine Sanierung des Schadenherdes Voraussetzung ist oder nicht. Es ist vorgesehen in den nächsten Jahren entsprechende Begriffsklärungen und Grundlagen für das Anwenden dieser Sanierungsstrategie zu entwickeln. Hierzu ist ein großes Forschungsvorhaben beim BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) angelaufen. Die konkreten Ergebnisse dieses Forschungsvorhabens sind für ca. 2005 zu erwarten. Die Resultate des Forschungsvorhabens sollen in eine Anleitung zur Bearbeitung von Schadenfällen mittels MNA einmünden.

Wichtig bei der Bearbeitung von MNA ist die Länge der Kontaminationsfahnen, die durch unterschiedliche Stoffen verurschacht werden können. Wir haben unsere Erfahrungen über die stoffspezifische Länge von Kontaminationsfahen in einer entsprechenden Veröffentlichung dargelegt. Die auf über 700 Grundwasserschäden basierenden Auswertungen finden Sie für die Stoffe:

·      MKW (Mineralölkohlenwasserstoffe)

·      BTEX (Leichtflüchtige aromatische Kohlenwasserstoffe)

·      PAK (Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe)

·      LCKW (Leichtflüchtige chlorierte Kohlenwasserstoffe)

Weitergehende Infos finden Sie unter:Publikation Nr. 12:

Migrationsverhalten organischer Grundwasser-Inhaltsstoffe und Ansätze zur Beurteilung von MNA